Gruppengründer fragen

Folgende drei Voraussetzungen treffen auf dich zu:

  • Du kannst eine Gruppe um dich versammeln.
  • Du achtest die Gruppenregeln (siehe Arbeitsbuch) und hast Respekt vor jedem Gruppenmitglied.
  • Du unterschreibst im kostenlosen Partnervertrag die Werte, Ziele und Grenzen, die wir als Netzwerk vertreten.

Du entscheidest, welchen Gruppentyp du gründen willst.
  • Wohnzimmergruppe: Du bringst mindestens einige FreundInnen zusammen in einer Location deiner Wahl. Dann ist der Besuch eines Trainings für Gruppenmoderaton bei uns Voraussetzung.
  • Gemeindegruppe: Du wirst von deiner Gemeinde als ModeratorIn beauftragt, eine Gruppe zu organisieren. In Absprache mit der Gemeinde überlegen wir, wie ein Training für Gruppenmoderaton aussehen kann. Wenn du eine Endlich-Leben-Gruppe besucht hast, kann das ausreichend sein.
  • Fachlich geleileitete Selbsterfahrungsgruppe. Du bist ausgebildete BeraterIn und erweiterst deine Beratungspraxis um eine fachlich geleitete Selbsterfahrungsgruppe mit Endlich-Leben-Kursmaterial. Ein Training für Gruppenmoderaton würde sich anbieten, um die besondere Haltung in der Selbsthilfe kennen zu lernen.

Beantrage deinen Partnervertrag

  1. Den Partner-Vertrag des Netzwerks kannst du dir hier herunterladen. Lies ihn in Ruhe durch, kläre alle Details und
  2. schick ihn unterschrieben an unsere Geschäftsstelle
  3. Um dir die Arbeit einfach zu machen, gib deine Daten hier ein und digitalisiere (= Handyfoto) deine 2 Vertragsseiten mit der Unterschrift.
  4. Wir checken alles und klären bei Bedarf den Rest telefonisch. Du erhältst deine schriftliche Bestätigung der Netzwerk-Partnerschaft.
  5. Du nutzt den Link zur Gruppenanmeldung: Melde deine Gruppe und Co-Moderation-Person an und du bekommst Zugang zu den Selbsttest-Fragebögen für deine Gruppe.
  6. Du besuchst (evt. mit deiner Co-Moderatorin) ein Training und bestellst danach die nötige Anzahl Arbeitsbücher.

Du bekommst alle nötige Unterstützung, um eine Gruppe zu gründen, zu moderieren und gut abzuschließen.
  1. Auf deine jeweilige Situation bezogene telefonische Gründungsberatung.
  2. Viermal im Jahr Telefonkonferenzen mit anderen ModeratorInnen (auch Co-ModeratorInnen!) zum Erfahrungsaustausch.
  3. Flyer für Gruppeninteressierte.
  4. die Logo-Markennutzungsrechte für deine Werbung.

Bei Fragen, wende dich gerne in der Geschäftsstelle an Andrea Baczewski:
Fon: +49 (0) 561 95380964 (di. / mi.)
mehr findest du hier…

Du hast mit uns einen starken Partner mit über 20 Jahren Erfahrung an deiner Seite.
Darum schließen wir mit dir einmalig den Partnervertrag. Der Vertrag gilt solange, bis du ihn kündigst.

Sollten sich entscheidende Daten (Adresse oder Gemeindezugehörigkeit usw.) ändern, meldest du uns die Änderung bei der Gruppenanmeldung.
Damit musst du also nur einmal den Vertrag abschließen.

Für jede neue Gruppe, die du als Moderator startest, benötigst du aber ein Gruppenpasswort (für die Fragebögen, die die Teilnehmenden im Internet ausfüllen können).

Bitte melde mit jedem Gruppenstart deine Gruppen über das Gruppenmelde-Formular an. Das geht schnell und ohne Unterschrift oder Verwaltungsaufwand.
Vergiss nicht: Für den zweiten Durchgang werden wieder die Kursbeiträge fällig. Du kannst sie hier im Shop kaufen.

Folgende drei Voraussetzungen treffen auf dich zu:

  • Du kannst eine Gruppe um dich versammeln.
  • Du achtest die Gruppenregeln (siehe Arbeitsbuch) und hast Respekt vor jedem Gruppenmitglied.
  • Du unterschreibst im kostenlosen Partnervertrag die Werte, Ziele und Grenzen, die wir als Netzwerk vertreten.
Das Endlich-Leben-Netzwerk arbeitet mit Kirchen und Organisationen partnerschaftlich zusammen, die die Basiserklärung des ökumenischen Rates der Kirchen anerkennen.
Bei ModeratorInnen, die in Privaträumen Gruppen anbieten, erwarten wir eine formelle Zustimmung zu den Werten und Zielen des Endlich-Leben-Netzwerks und ökumenische Offenheit für alle Kirchen.
Mit sektiererischen Gemeinden und Gruppen, die sich als einzig wahre Kirche betrachten, wird das Netzwerk nicht partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Bei ModeratorInnen, die in Privaträumen Gruppen anbieten, erwarten wir zusätzlich

  • den Besuch eines unserer Trainings, damit du die Grundlagen der Moderation einübst.
Bei ModeratorInnen, die von Gemeinden oder Organisationen unterstützt werden
  • erwarten wir den Besuch eines unserer Trainings, damit du die Grundlagen der Moderation einübst
  • oder du hast schon einen Endlich-Leben-Gruppendurchgang mitgemacht
  • oder du hast eine ähnliche Schulung schon durchschritten und deine Gemeinde kümmert sich um deine Begleitung und Training.

Bei Fragen, wende dich gerne in der Geschäftsstelle an Andrea Baczewski:

Fon: +49 (0) 561 95380964 (di. / mi.)
mehr findest du hier…

Frage: "Wir sind nur eine sehr kleine Gemeinde. Eine Schulung für Mitarbeiter ist schwer vorzustellen, zumal wir überhaupt unsicher sind ob wir mit unseren 60 Gemeindegliedern groß genug für eine Endlich-Leben-Gruppenarbeit sind."

Unsere Antwort: Bei sehr kleinen, überschaubaren Gemeinden gibt es häufig eine starke "familiäre" Systemdynamik. Das bedeutet, dass die unbewussten Abhängigkeiten voneinander (soziale Kontrolle) sehr groß sind. Dann können Menschen sich auch nicht frei für neues Denken und Verhalten öffnen, weil der Gruppendruck in der Großgruppe in Konkurrenz du möglichen neuen Regeln und Erkenntnissen aus der Endlich-Leben-Gruppe stehen.

Das Risiko, dass eine Endlich-Leben-Gruppe als "Angriff" auf ein dysfunktionales Gemeindesystem erlebt wird, ist in kleinen Gemeinden viel höher als in größeren. Ob Gemeinden dieses Risiko eingehen bzw. solche internen Spannungen fördern, wird sich jeweils vor Ort zeigen. Es ist sicherlich schwer oder herausfordernd, aber nicht unmöglich und hängt direkt von der Veränderungsfähigkeit der Leitungsstrukturen ab.

Vielleicht ist es in dieser Situation weise, eher eine Gruppe privat in den eigenen Wänden mit ausgesuchten Personen (Freunden, Bekannten) zu gründen.

Hier gehen Gemeinden unterschiedliche Wege:
Viele überlassen es dem Zufall (Warteliste: wenn die Anzahl voll ist, startet eine neue Gruppe).
Manche starten jährlich mit ca. 30-50 Personen und können dann Gruppen nach ähnlichen Symptomen bilden
Manche starten eine Warteliste für Menschen mit besonderen Symptomatiken (z.B. Angststörungen).

Unsere Grundidee ist: Da wir uns um seelische Gesundheit kümmern, sind die Themen oder Ausgangsfragen nur der Grund, sich überhaupt mit sich selbst zu beschäftigen. Für alle geht es um Persönlichkeitsentfaltung und gesunde Lebensmuster.

Neu ist ab 2017, dass du mit einer Handvoll Bekannten oder Freundinnen deine Gruppe einfach starten kannst. Wir nennen das Wohnzimmergruppe. Der Unterschied zu Hauskreisen bleibt:

  • Die Gruppe geht nur für eine kurze Zeit
  • Thema ist deine Entfaltung oder ein Lebensthema
  • Mitglieder der Gruppe sollen freiwillig dabei sein. Ganz wichtig!
Hol dir Unterstützung. Schließe einmalig den kostenlosen Partnervertrag mit uns.

Beides sind christliche Gruppen, aber Endlich-Leben-Gruppen unterscheiden sich von Hausbibelkreisen durch folgende Punkte:

  • die Endlich-Leben-Gruppenregeln sind sehr genau einzuhalten,
  • die Notwendigkeit von persönlicher Ehrlichkeit,
  • die eigene Persönlichkeit ist das Schlüsselthema,
  • die prozesshafte Arbeit an der Entfaltung von Menschen
  • die (fachlich begründeten) Gesprächs- und Verhaltensänderungsmethoden

Manche Hauskreis-Formen kommen in der Gruppendynamik Endlich-Leben-Gruppen sehr nahe. Dennoch bleibt ein prinzipieller Unterschied. Darum sollten Hauskreise nicht für eine Zeit in eine Endlich-Leben-Gruppen umgewandelt werden. Davon raten wir dringend ab. Hauskreis sind auf Dauer und meist für die Gruppenteilnehmenden Lebenswelt, Familien-Lebensform. Endlich-Leben-Gruppen sind Projekte mit dem einzigen Ziel: Lebenshilfe bieten und sie enden nach einem Jahr.

Das wichtigste Prinzip ist: Alle müssen freiwillig und selbstmotiviert kommen. Würde also ein Hauskreis beschließen, das Endlich-Leben-Arbeitsmaterial (auf Zeit) zu bearbeiten, sind untergründig (halbbewusste) soziale Zwänge am Werk, die einer echten Freiwilligkeit widersprechen: Die bisherigen Teilnehmenden fühlen sich genötigt, um der Gemeinschaft willen, in der Gruppe mitzumachen, obwohl sie nicht 100% selbst motiviert sind. Ähnliches gilt für Ehepaare, die sehr unterschiedlich motiviert in eine Krisenbewältigung gehen können.

Die meisten starten, indem sie unser Training besuchen. Und zusätzlich: Es hilft, eine Gruppe selbst durchgemacht zu haben, bevor man selbst in die Moderatoren-Rolle geht.
Die Strategie, Gemeinden nachhaltig für Selbsthilfe zu öffnen
Wir empfehlen Gemeinden eine sogenannte Pilotphase (Testphase), in der besonders waches Bewusstsein für mögliche Fehler, bzw. das Einüben der richtigen Leitungsverfahren, Gruppenmethoden existiert. Gemeinden können ausgesuchte Personen für diese Testphase um Teilnahme bitten, die später als GruppenmoderatorInnen weitermachen. So multipliziert sich die Arbeit über viele Jahre.

Je nach persönliche Vorerfahrung, Begabung oder Vorbildung werden neue ModeratorInnen auch mehr oder weniger sicher sein und mehr oder weniger Anleitung benötigen. Das Netzwerk bietet darum weitergehende Hilfen an:

Klärungshilfen sind…

Frage: "Ein Ehepaar, deren Ehe durch die Endlich-leben-Gruppe wieder hergestellt wurde, möchte gerne gemeinsam eine Gruppe leiten. Ist das sinnvoll? Oder: Wie sinnvoll ist es, wenn Ehepaare eine Gruppe für Ehepaare leiten wollen?"

Unsere Antwort: Grundsätzlich gibt es bei Ehepaaren immer eine besondere Dynamik, die sich auch außerhalb der Gruppe fortsetzt. Das hat mit der besonderen Nähe-Distanz-Problematik einer Ehe zu tun.

  • Sie können natürlich gemeinsam Zeugnis von ihrer Veränderung geben… Aber die Teilnehmenden in der Gruppe stehen noch in sehr unterschiedlichen Beziehungen zu ihrem Partner.
  • Angenommen, ein Partner will sich verändern, ein anderer geht aber nur (sublim) gezwungenermaßen zur Gruppe… Die Offenheit in der Gruppe wäre in diesem Fall empfindlich gestört.
  • Wenn eine Gruppe aus Ehepaaren besteht, wird immer einer der beiden Partnerinnen das Zugpferd und der/die andere nur so mitgehen…

Wahrscheinlich ist es in Vortragsveranstaltungen möglich, die Motivation zu fördern, oder in Beratungsstellen kann mit dem Ehepaar mit dieser unterschiedlichen Dynamik offen umgegangen werden. In der Gruppe scheint mir die Hinderung größer als der Nutzen, weil die Selbstmotivation absolute Voraussetzung ist und die Personen vorerst an sich sich und nicht an der Beziehung zu dem Partner arbeiten sollen. In unserem Endlich-Leben-Gruppen-Setting gilt also: Lieber nicht, es spricht zu viel dagegen.

Wie sinnvoll ist es, wenn Ehepaare eine geschlechtsgemischte-Gruppe leiten wollen (in der keine Ehepaare sind):

  • Hier sind alle freiwillig und mit ihrem Anliegen dabei. In einem solchen Zusammenhang kann ihr Beitrag sehr wertvoll sein (quasi als Modell für die Auswirkungen, wenn man einzeln an seinen persönlichen Mustern arbeitet).
  • In dieser Gruppe sprechen sie faktisch wie jede andere Gruppenleitung für sich selbst (und in manchen Geschichten auch über den Partner, der anwesend ist und bestätigen kann, ob es sich so verhielt, was die Glaubwürdigkeit erhöht).
  • Es kann auch die Dynamik von Missverstehen und falschen Erwartungen aneinander sehr schön deutlich werden… usw.

Dahinter steht die Frage: Wie verstehen wir eigentlich "Leitung" einer Gruppe. Die amerikanische Selbsthilfeliteratur spricht vom "Facilitator".

Dieser Begriff lässt sich nicht mit einem guten Begriff ins Deutsche übersetzen. Wörtlich ist das ein "Ermöglicher", also eine Person, die es anderen leicht macht, bestimmtes Verhalten in der Gruppe umzusetzen. Wir nutzen den Begriff "ModeratorIn". Diese Rollenbezeichnung ist sicher schon näher am Facilitator als der Begriff "LeiterIn". In diesem Sinne sind also "Selbsthilfegruppen-Leiter" für uns gute Moderatoren, die möglichst alles tun, dass die Gruppenmitglieder für sich aufstehen.

"Selbsthilfegruppen-Leiter" sind daran orientiert,

  • möglichst alle selbstaktivierenden Kräfte in anderen zu fördern
  • die Rahmenbedingungen der Gruppe so zu gestalten, dass heilsames Kommunikationsverhalten möglich ist
  • nicht als Experte für Lösungen aufzutreten, sondern
  • als Expertin für sich selbst Vorbild-Charakter zu zeigen

Wie würdest du eine solche Person mit einem treffenden Titel bezeichnen?

In der Regel gibt es eher nach Geschlecht getrennte Endlich-Leben-Gruppen als gemischt-geschlechtliche. Das hat unterschiedliche Gründe: Aufgrund unserer Entstehungsgeschichte der Endlich-Leben-Gruppenarbeit ist es so (zufällig) gewachsen.

Vorteile

  • Wegen der gemischten Symptome-Ausgangslage schafft die Einteilung nach Geschlechtern ein stark verbindendes Element
  • Männer und Frauen kommunizieren unterschiedlich, so das die Gruppen homogener wirken und besser funktionieren, wenn die Geschlechter getrennt arbeiten

Nachteile

  • Bestimmte Themen gerade in den gegengeschlechtlich begründeten Problemen ließen sich in gemischten Gruppen sicherlich besser erkennen und live bearbeiten.
  • Die Vielfalt der Perspektiven und Expertinnen ist höher.

Nein. Der Zertifizierungsvertrag wird durch den neuen Partnervertrag ersetzt.
Bisher haben wir Gemeinden oder Organisationen die Erlaubnis zur Nutzung des Materials gegeben. Wir haben sie zertifiziert, also nach bestimmten Kriterien anerkannt. Dann konnten sie starten. Damit wollten wir die Qualität besonders schützen.

Ab April 2017 vereinfachen wir alle unsere Verfahren. Wir wollen Nutzer so einfach und optimal wie möglich fördern. Darum wechseln wir von der Gemeindeperspektive zur Gruppenmoderatoren-Perspektive. Du bist als GruppengründerIn im Fokus unserer Aufmerksamkeit. Die Qualität bewahren wir durch ergänzende Trainings, die z.T. verpflichtend sind.

Du bist Gruppenmoderator oder willst einer werden?
Dann hast du jetzt in uns einen Partner, der dir hilft bei allen Fragen rund um die Gruppenarbeit: Von der Gründung bis zum guten Abschluss.
Du hast einen starken Partner mit über 20 Jahren Erfahrung an deiner Seite. Darum schließen wir mit dir den Partnervertrag. Entweder bist du so selbständig, dass du privat eine Gruppe Freunde um dich versammelst, oder du holst dir die Unterstützung deiner Gemeinde. Oder du bist Profi und hast eine eigene Beratungspraxis.
Egal wo du stehst. Wir helfen dir über alle Klippen.

  • Mit Hilfe dieser Anleitung wird deutlich, wie du das Intranet (ein Passwort-geschützter Ort im Internet) als Unterstützung in deiner Rolle als GruppenmoderatorInnen funktionieren kann.
  • Alle Mitarbeitende und Endlich-Leben-Netzwerkmitglieder werden in unser passwortgeschütztes, sicheres INTRANET von CITRIX eingeladen.
  • Wer ins Intranet aufgenommen werden will, muss nur in der Einladungs-Mail auf "beitreten" klicken und Name, Passwort und wenn möglich ein Foto von sich eingeben. 
  • Wenn du Hilfe brauchst, melde dich hier.

Endlich-Leben-Gruppen funktionieren in Gemeinden wie der FEG Bonn. Dieser erfrischende Erfahrungsbericht macht Mut,
• eine Gruppen in einer Gemeinde aufzusuchen
• eine Gruppe selbst in der eigenen Gemeinde anzuregen
• eine Gruppe und ihre Atmosphäre kennenzulernen

Allgemeine Fragen

Seelsorge ist nach unserem Verständnis nicht nur ein Angebot für Notlagen, sondern normale Hilfe bei allen Lebensthemen, die in unserem herausfordernden Alltag im Privatbereich oder im Beruf auftauchen.
Mensch suchen Klärungen, Beratung und Entwicklung ihrer Möglichkeiten

  • in Stresssituationen und bei herausfordernden Lebensphasen
  • im religiösen Bereich zur Vertiefung der Gottesbeziehung
  • im mitmenschlichen Umgang, um Bindungssicherheit zu gewinnen
  • zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung
  • um Begabungen, Stärken und Schwächen klarer zu erkennen

So werden Menschen zu reifen, ausgewogenen Persönlichkeiten, die in Arbeit, Freundeskreis und Gemeinde ihren wertvollen Beitrag bringen.

Für all diese Themenfelder sind Gruppen eine gute Lösung, weil es darum geht

  • von unterschiedlichen Menschen ein vertrauenswürdiges Feedback zu bekommen;
  • das Vertrauen und die Bindung in Menschen gestärkt wird;
  • Lebensmuster sich nicht durch eine Entscheidung verändern lassen, sondern viele Schritte und viel Ermutigung nötig sind;
  • mit einem Jahresprozess tiefere Persönlichkeitsschichten zum Tragen kommen.

Seelsorge bedeutet aus unserer Sicht, dass Menschen lernen, gut für ihre Seele zu sorgen. So ist jeder Mensch ein Experte für sich und seine Gestaltung. Die anderen in der Gruppe können als Mutmachpartner den Rücken stärken.

Endlich-Leben-Gruppen mit ihrem besonderen Kontext (Gemeinde) und ihrer speziellen Jahresmethode sind ein einmaliger Raum, um die Barmherzigkeit Gottes zu erleben.

Gibt es Selbsthilfe-Gruppen, die nicht aufhören?
Ja, in der Suchtkrankenhilfe und besonders im Verständnis der AA-Bewegung benötigt ein Süchtiger eine lebenslange Unterstützung durch Gruppen. Das hängt einerseits mit dem Verständnis von "Sucht" zusammen, die als nicht heilbar gilt, sondern nur durch "Trockenheit" (also Entzug des Suchtstoffes, bzw. Sucht-Verhaltens) gestoppt werden kann. Dadurch sind Rückfälle auch viele Jahre später möglich.

Und es hängt an den begrenzten Möglichkeiten von Selbsthilfegruppen. Selbsthilfe hat nur diese Gruppenform. Gemeinden haben darüber hinausgehend vielfältige Formen des stärkenden Miteinanders (Gottesdienste, Hauskreise, Nachfolgegruppen) und erweiterte Möglichkeiten für eine nachhaltige gesunde Lebensweise.

Endlich-Leben-Gruppen ist ein 1-Jahres-Kurs-Angebot, das wiederholt werden kann

In unseren Selbsthilfegruppen arbeiten wir im Rahmen von Kirchengemeinden

  • mit unterschiedlichen Menschen (nicht nur Süchtigen)
  • in einem besonderen Umfeld (Gemeinden), das als erweiterte Ressource viele Funktionen der Selbsthilfegruppen nach der intensiven Gruppenphase übernehmen kann (Stabilisierung des Lebens, soziale Kontakte, gabenorientierte Mitarbeit u.a.).
  • mit einem Jahresprozess, der durch die Sitzungstaktungen des Arbeitsmaterials strukturiert wird.

Dabei ist es möglich, dass Teilnehmende sich selbst für einen neuen Gruppendurchgang nach einem Jahr anmelden können und so über mehrere Jahre vertiefende Lern-Prozesse durchmachen. Endlich-Leben-Gruppen mit ihrem besonderen Kontext (Gemeinde) und ihrer speziellen Jahresmethode sind eine einmalige Kombination des Besten der zwei Welten Selbsthilfe und Seelsorge.

Selbsthilfeprinzip und fachlich gebildete Gruppenleitung? Wie passt das?

Wir begrüßen es, wenn nach fachlichen Beratungs-Standards ausgebildete LeiterInnen im Gruppensetting mit dem Endlich-Leben-Arbeitsbuch arbeiten. Und dennoch müssen in solch einem Setting die Rollenveränderungen reflektiert werden. Besonders wenn es sich um ein Setting außerhalb von Gemeinden in eigenen Beratungsstellen oder therapeutischen Praxen handelt.

  • LeiterInnen, die sich selbst als Betroffene sich einbringen, können sehr kompetente GruppenleiterInnen sein
  • Wechseln sie aber in die Rolle des/der professionellen Beraters/In, verändert sich das Selbsthilfesetting zur Gruppen-therapeutischen bzw. Gruppen-beraterischen Arbeitsform.
  • Deshalb erwarten wir von fachlich ausgebildeten ModeratorInnen vertraglich Klarheit in ihrer Rollendefinition.
  • Professionelle BeraterInnen nennen ihre Gruppenangebote "Selbsterfahrungsgruppen mit Endlich-Leben-Methoden"

Richtig ist: Um an einer Endlich-Leben-Gruppen teilzunehmen, benötigen die Gruppenteilnehmenden eine eigene Motivation.

Selbsthilfe funktioniert nur selbstmotiviert. Veränderungen lassen sich nicht durch (sanften) Zwang, sondern nur durch selbstmotivierte Lernbereitschaft anbahnen.

Motivation entsteht vielfältig durch

  • Leidensdruck (als Anlass): "So kann es mit mir nicht mehr weitergehen!"
  • Sehnsucht nach Veränderung (eine vage Lösungsperspektive) durch Predigten, Lebenserfahrungen, Bücher usw.
  • konkrete (zufällig oder angebahnte) Konfrontation von Nahestehenden (sozialer Leidensdruck)
  • durch einen Beratungsprozess, der die Verleugnung aufgedeckt hat
  • durch einen Nahestehenden Menschen, der Mut zur Veränderung macht

Frage: "Beispiele dafür wären z.B.: Übersteigerte Kontrolle und Beobachtung der anderen, sich gegenseitig unter Druck setzen…? Ist das Gruppenleitung in eurem Sinne?"

Unsere Antwort: Sicherlich ist die Gruppenmoderation besonders wachsam dafür, dass

  • die Gruppenregeln bekannt sind
  • die Gruppenregeln eingehalten werden
  • Verhalten gegen die Regeln identifiziert wird
  • Verhalten einzelner für alle bewusst gemacht wird.

Andererseits wird die Gruppe gemeinsam darauf achten, auch unterschiedliche Wahrnehmungen darüber austauschen und so gemeinsam zum Schiedsrichter für regelkonformes oder nicht akzeptables Verhalten werden.
Die AAler sprechen vom "Gruppengewissen" oder "Gruppengeist". In der christlichen Tradition gibt es ethische Maßstäbe, die für gutes oder akzeptables Verhalten sorgen sollen. Auch kennen einige die Vorstellung einer geistlich positiv geprägten Atmosphäre, bzw. geistlichem oder gesundem Verhalten (z.B. gemäß den "Früchten des Geistes" vgl. Galaterbrief 5, 19f).
Kritische Offenheit und Selbstbewusstsein ist in Endlich-Leben-Gruppen erwünscht.

Frage: "Zu unserer neuen gemischten Gruppe hat sich ein Mann gemeldet, der gern 2-3 x schnuppern möchte, um sich dann zu entscheiden, mein Nachbar. Er ist nach meiner Einschätzung Quartaltrinker und immer wieder eben nicht nüchtern. Er hat mich von sich aus in den letzten Monaten 3-4 Mal wegen der Gruppe angesprochen, weil er da gern mitmachen will. Letzte Woche erst hat er wegen dem Schnuppern gefragt.

Ich möchte ihm noch mitteilen, dass er nüchtern sein muss, wenn er kommt. Allerdings kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass er das über Monate hinweg ist, und als Nachbarin bekomme ich ja schon ein bissel was mit, so dass es derzeit wohl auch wieder nicht ganz klappt. Er trinkt ein bissel, das merkt man ihm nicht an, aber das hält dann nicht lange an. Ich möchte ihm eine Chance einräumen, aber ich möchte auch ne klare Regelung haben. Würdest du mir bitte was dazu schreiben?"

Dazu gibt es keine einfach Antwort. Aber lies selbst…

AA hat als Aufnahmekriterium nur "den Wunsch trocken zu leben"… Dann kommen die Jungs und Mädels ziemlich angetrunken an… und wollen dennoch trocken leben. Weil sie es nicht alleine hinkriegen, kommen sie ja so an. Nun geht das Lernen los:

  1. Sie lernen, ich darf besoffen kommen und werden dennoch geliebt (Schamproblem wird bearbeitet)
  2. Sie lernen, ich habe getrunken, die anderen merken es eh, ich kann drüber reden (Beziehungsaufnahme wird trotz Trinken erlernt)
  3. Sie lernen: Ich habe einen Kontrollverlust (ich will vor der Gruppe auf keinen Fall trinken und tue es doch): Schritt 1 ist mein Thema (auch wenn ich vielleicht erst nach einem Jahr Schritt 1 umsetzen lernen:-)
  4. Sie lernen: Lange bevor ich konkrete Änderungen vollziehen kann (Schritte 6-7), kann ich innere Veränderungen, in Beziehungsaufnahme zu mir, Gott, Menschen, Selbstwert (geliebtes Kind Gottes) und Lust/Unlustgefühlen (in der Gruppe bekommen ich Hoffnung, Annahme, es wird trotz allem viel gelacht…).
  5. Sie lernen: In der Gruppe werden sie konfrontiert mit der Wahrheit und dennoch ertragen (müssen sich aber an die Regeln halten)
  6. Sie lernen: Wenn ich so besoffen bin, dass ich gar nichts mehr mitkriege, dann kann mir dir Gruppe nicht helfen (dann habe ich mich selbst ausgenogged)…

Also zusammenfassend unsere Rückfrage: Was soll oder darf er lernen in eurer Gruppe? Wie schützt ihr eure Grenzen, wenn es Schwierigkeiten gibt (CO-Sucht-Verhalten möglich). Ihr lernt, dass ihr sein Trinken auch nicht kontrollieren könnt, ein herrliches Beispiel dafür, dass er es wunderhaft allein mit Gottes Hilfe schaffen muss/kann und dennoch die Liebe der anderen im Raum steht – selbst wenn sie ihm nicht helfen können.

Pilotphase der Arbeit 1994 in Lemgo/Bern; öffentlich haben wir gearbeitet seit 1998. Mit der Revision des Arbeitsbuches 2004 und der Vereinsgründung begann die Organisations-Entwicklung des Netzwerks.

  • 2002 haben wir unser Wissen und die Erfahrungen im Buch "Grundkurs Barmherzigkeit" niedergeschrieben. Das Meiste gilt bis heute. Hinzugewachsen sind weitere Erfahrungen und Theorien, sowie Modelle wie die Prozesse besser zu verstehen sind.
  • 2004 gab es eine deutliche Veränderung, weil das Arbeitsbuch alle Erfahrungen im deutschsprachigen Raum bündelte und europäischen Lerngewohnheiten angepasst wurde.
  • 2008 führten wir die Zertifizierung der Gemeinden ein, um Qualität zu verbessern. Seitdem sind Endlich-Leben-Gruppen eine geschützte Marke.
  • 2009 wurde das Arbeitsbuch neu überarbeitet und enthält neben 7 Selbsttest-Fragebögen nun Lebensbeispiele und bessere Anleitungen.
  • 2012 wurde eine weitere Auflage mit Änderungen aufgelegt. Ergänzend gibt es seitdem das Mitarbeiterhandbuch "Die Mitte für Gott offen halten!" - ein Prozesshandbuch für die ModeratorInnen im Stile der 12 Schritte-Tradition.

  • Bis 2017 hatten wir weit über 20.000 Arbeitsbücher verkauft. Wir schätzen, dass mindestens zwei Drittel der Käufer Teilnehmende in Endlich-Leben-Gruppen wurden.
  • 2012 bis 2016 haben wir eine vollständig überarbeitete weitere Auflage mit einem neuen Baummodell aufgelegt. Wir nennen es "Einfach endlich Leben! mit Baummodell." Dieses neue Arbeitsbuch für den Endlich-Leben-Kurs ist leichter verständlich. Dazu trägt nicht nur das Baumbild bei, sondern auch vier Beispielspersonen, die in diesem Buch über ihre Erfahrungen bei der Entfaltung durch den 12-Schritte-Weg schreiben.
  • Jetzt ist es möglich, dass die Gruppenteilnehmenden zwischen dem Klassiker und dem einfachen Arbeitsbuch wählen können.

Endlich-Leben-Gruppen basieren auf einer christlichen Grundüberzeugung. Ja. Das ist eine ihrer großen Stärken. Das Vertrauen in einen liebevollen Gott trägt und unterstützt seelische Reifung und Gesundung.

Menschen, die dafür offen sind, profitieren von Endlich-Leben-Gruppen, selbst wenn sie noch nicht in einer christlichen Gemeinschaft beheimatet sind oder alle Überzeugungen teilen. Entscheidend ist eine Grundoffenheit für religiöse Lebensdeutungen.

Für Endlich-Leben-Gruppen und Gemeinden sollte die folgende Position zur Selbstverpflichtung werden. Vereinsmitglieder folgen dieser Richtlinie des ökumenischen Rates der Kirchen:
Es ist eine Anleitung für Christen zum respektvollen Umgang mit Andersglaubenden. Diese Leitlinie wird weltweit vom Ökumenischen Rat der Kirchen empfohlen. Dem schließt sich der Vorstand des endlich-leben.net an.

Unsere Geschäftsordnung ist so gestaltet, dass sie demokratische und mündig machende Strukturen im Netzwerks fördert:

  • Regelungen zu Vorstand und Geschäftsstelle
  • Regelungen zu Geschäftsführung, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitskreise
  • Regelungen zu PartnerInnen des Netzwerks
  • Verfahren bei Innovationen (Pool)
  • Verfahren bei Kooperationen

Bis eine neue Fassung erarbeitet ist, die durch die Strukturänderungen im Netzwerk nötig ist, wird es einzelne Ausnahmeregelungen geben.

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Das Endlich-Leben-Netzwerk ist ein ökumenisches Netzwerk für Gruppen-Seelsorge in Europa