Qualität entwickeln


Forschung.001
Forschung.002
Forschung.003
Forschung.004
Forschung.005
Forschung.006
Forschung zur Inventur
Forschungs-Zwischenstand
Die Grundannahmen
Forschung.007
Auswertungs-Ergebnisse erhalten
Forschung.008
Forschung.009
Forschung.010
Forschung.011
Forschung.012
Das ist unser Motto: Wir erleben, dass die Endlich-Leben-Gruppen wirken und wollen es auch messen.
Qualität lässt sich dann auch leichter verbessern.
Erfahren Sie mehr, indem Sie oben in die 12 kleinen Bilder klicken.
Das endlich-leben.net stellt als Wissensnetzwerk die Erfahrungen mit Endlich-Leben-Gruppen Ihnen zur Verfügung. Dazu benötigen wir Ihre Mitarbeit:
• Halten Sie nicht nur mit uns Kontakt, werden Sie Partner, lassen Sie sich zertifizieren!
• Stellen Sie uns Ihre besten und auch mögliche schlechte Erfahrungen zur Verfügung
Ein bedeutsamer Schritt in Richtung Qualitätssicherung:
Wir haben Qualität definiert und werden die Veränderungen durch die Gruppe messen.
Diesen Versuch hat die Psychotherapie-Forschung und Stressforschung ausführlich vorbereitet (vgl. die EVALUATION in "SPEZIAL Selbsthilfe" der AOK S. 20-21).
Die 7 Fragebögen sind thematisch passend in die 12 Schritte integriert.
Wie das geht und ob das für Sie plausibel erscheint? Lesen Sie mehr. Klicken Sie oben ins nächste Bild.
Jede Gruppe dauert in der Regel ein Jahr. In dieser Zeit werden die 12 Schritte durchgearbeitet und von vielen auch durchschritten.
Je nach Prozess und Inhalt der jeweiligen Schritte werden Selbsttest als Selbstwahrnehmungshilfen eingearbeitet, die zugleich wissenschaftlich ausgewertet werden.
Dabei gibt es Fragebögen, die mehrmals auf dem Weg ausgefüllt werden, so dass die Veränderung wahrgenommen werden kann.
Auf diese Weisen kann ein Entwicklungsunterschied zwischen Anfang und Ende der Gruppenarbeit gemessen werden.
1. Es gibt Fragen zum Glauben. Diese Fragen stellen wir mit dem sogenannten R-S-T-Fragenbogen:
Der „Religiositäts-Struktur-Test“ (R-S-T) ist ein umfassender Test zur
systematischen Erfassung verschiedener Aspekte der Religiosität.
Er wird z.B. leicht variiert als sogenannter Religionsmonitor auch von der Bertesmann-Stiftung in Gütersloh genutzt.
Sein erstes Konstruktionsprinzip ist die unabhängige Erfassung von Zentralität und Inhalt
der Religiosität (Huber, 2003).
• Der Zentralitätsfaktor erfasst die allgemeine Stärke der Effekte der Religiosität,
• unabhängig davon wird durch den Inhaltsfaktor die Richtung dieser Effekte abgebildet.
Das zweite Konstruktionsprinzip ist die durchgängige Erfassung von Zentralität und Inhalt der Religiosität
in Bezug auf die von Stark & Glock (1968) postulierte allgemeine multidimensionale Struktur der Religiosität.
Durch die Berücksichtigung aller fünf religiösen Ausdrucksmöglichkeiten
1. Kognitives Interesse,
2. Ideologie
3. Gebet
4. Erfahrung
5. Gottesdienst
soll sichergestellt werden, dass eine breite und möglichst repräsentative „Verhaltensstichprobe“ von dem religiösen Erleben und Verhalten eines Menschen gewonnen wird.
Ein 2. Teil des Fragebogens enthält Fragen zur psychischen Gesundheit (vgl. den konsitenztheoretischen Ansatz von Klaus Grawe):
Für diese Fragen zu Symptomen körperlicher und seelischer Art gibt es schon Vergleichswerte einer gesunden Bevölkerung, so dass die Veränderungseffekte nach einer Endlich-Leben-Gruppe eingeordnet werden kann.
Zum Beispiel so: vor der Gruppe zeigte der Wert eher die Vergleichswerte von psychisch Kranken und nach der Gruppe liegen die Werte im Bereich der Durchschnittsbevölkerung. Alleine die Erhebung zu Beginn der Gruppe wäre für viele schon interessant, um zu sehen, wie stark die Gruppenmitglieder eigentlich leiden. Hier würde ich erwarten, dass leicht erhöhte Werte auftreten, aber nicht so hohe wie z.B. in einer stationären Behandlungssituation.
Für die Fragebögen über den Glauben im R-S-T gibt es solche Vergleichswerte (zum Glück) nicht, weil damit ja der Glaube oder bestimmte Glaubenshaltungen normiert würden. Aber
über die Veränderung zwischen vor und nach den Gruppen lassen sich schon Aussagen über die Richtung einer Veränderung von Glaubensbezügen machen. Z.B. mehr positive Emotionen gegenüber Gott.
Mit dem Schritt 4 (Inventur) werden Fragebögen zur Biografie und speziellen Themen zu Lebensmustern eingesetzt:
• Kontrollstile (zuviel, zuwenig Kontrollerfahrungen)
• Bindungsverhalten (zu nahen Personen wie Mutter, Partnerin) misst zumindest die Bindungsvorstellung der Teilnehmenden
• Konfliktlösungsmuster (durch die Familie gelernt)
Das Besondere an den Messungen und der Selbstwahrnehmung im Endlich-Leben-Programm ist die Zwischenstands-Messung zu den Symptomen (was tut sich hier gerade?).
Wir haben 4 Messzeitpunkte: Schritt 1, Schritt 4, Schritt 9, Schritt 12.
Auf die Ergebnisse bin ich deshalb gespannt, weil sie zeigen werden, wie der Veränderungsweg über Höhen und Tiefen verlaufen kann, um am Ende doch positive Veränderungen zu zeigen.
Meine Hypothese, also die Annahme die hinter den zu erwartenden Ergebnissen steht lautet:
In Endlich-Leben-Gruppen werden Teilnehmende ihre Lebensmuster insofern verändern, dass sie ihre Fähigkeit verbessern, die 4 Grundbedürfnisse (vgl. Klaus Grawe Konsistenztheorie) nach Bindung, Kontrolle, Selbstwert und Lust/Unlustvermeidung angemessener zu befriedigen.
Dabei wird die Gruppe helfen, positive Bindungserfahrungen zu machen, was auch in der Veränderung von Bindung zu Gott sich zeigen kann (mehr positive Emotionen in der Gottesbeziehung, möglicherweise auch eine erhöhte Zentralität des Glaubens überhaupt). Mit den Forschungsergebnissen von Sebastian Murken zu Gottesbeziehung und seelischer Gesundheit lassen sich voraussagen, dass vor allem indirekte Wirkungen messbar sind, aber auch direkte (bei negativen Emotionen) sich auf seelische Verwundbarkeit auswirken.
Die Gruppenteilnehmenden geben ihre angekreuzten Antwortetn (Daten) im Internet direkt in eine Datenbank ein und erhalten bei den jeweiligen Fragebögen jeweils persönliche Auswertungen – natürlich anonym.
Das Verfahren ist hier genau beschrieben.
1. Sie können die Daten natürlich nur für sich auswerten. Allein der Vergleich der beiden Fragebögen nach einem Jahr wird Ihren Gruppenmitgliedern zeigen, in welchen Themenfeldern und Symptomebereichen sie sich (positiv oder negativ) verändert haben.
2. Für uns als Netzwerk ist die zweite Variante wichtig: Lassen Sie uns die Daten zukommen und wir werten sie aus und schicken Ihnen die Auswertung wieder zu.
Der Vorteil: Ihre - natürlich anonymisierten– Daten können mit denen anderer Gruppenteilnehmender verglichen werden. Die Folgen…
Nach Beendigung des 12-Schritte-Weges werden noch einmal 6 Fragebögen zur Schlussabfrage eingegeben und ausgewertet. So kann der ganze Weg und die Veränderung zusammenfassend beschrieben werden.
Die Teilnehmende bekommen ein objektives Feedback, was sich bei ihnen getan hat.
Die GruppenleiterInnen können die Effektstärke ihrer Gruppenarbeit als zusammengefassten Wert erhalten.
1. Grundsätzlich: Wir können als Netzwerk wahrnehmen, welche Veränderungsdynamik in Endlich-Leben-Gruppen allgemein herrscht.
2. Wir können im Detail wahrnhmen: Welche Orte besonders deutliche Veränderungskompetenz zeigen. Damit wissen wir nicht: warum ist das so? Wir müssten dann mit Ihnen zusammen besonders hinschauen und nachprüfen, welche Variablen vielleicht eine Rolle spielen…
• Ist es die Gruppenleitungskompetenz?
• Ist es das Gemeindesystem
• Ist es die Zusammensetzung der Gruppe (regionale Besonderheiten?)
• Ist es die Kombination mit therapeutischen Bemühungen (Ärzte, Kliniken)
• Ist es eine spirituelle Kompetenz
Wir könnten auf diese Weise mit Ihnen herausfinden, wie sich die Prozesse von Endlich-Leben-Gruppen günstig beeinflussen lassen. Natürlich bleibt ein Faktor immer offen: Die Gnade Gottes, die jenseits menschlicher Verfügungsgewalt wirkt.
Wichtig für eine solche Untersuchung wäre die genaue Fragestellung. Wenn es darum geht, das "Wirken Gottes" zu messen, muss die Sache scheitern. Auch eine genaue Analyse, wie nun das Gruppenprogramm wirkt ist so nicht zu erreichen. Anhaltspunkte über das "wie" werden wir aber bekommen. Schließlich ist auch nicht genau zu klären, ob Veränderungen durch das Gruppenprogramm oder nicht etwa durch einen Arztbesuch, andere seelsorgerliche Gespräche, etc... während dieser Zeit entstanden sind.
Was auf jeden Fall geht, sind Aussagen über den Schweregrad der Beschwerden und über das Ausmaß von Veränderungen während der Zeit der Gruppe (wenn auch Fremdwirkungen nicht ausgeschlossen sind). Ebenso ist interessant, nach Zusammenhängen zu suchen zwischen Glaubenshaltungen und Grad der Verbesserung. Z.B. könnten diejenigen mit einem hohen Ausmaß an negativen Emotionen gegenüber Gott mehr profitieren als diejenigen mit einem niedrigen Ausmaß an negativen Emotionen gegenüber Gott.
Wie dieser Zusammenhang aber zustande kommt bleibt dann trotzdem vage. Aber vielleicht finden sich ja erste Hinweise in den Fragebögen.
Dasselbe Verfahren können wir auch landesweit oder regional anwenden.
So könnten wir die Schweizer Gruppen mit den Deutschen Gruppen in ihrer Dynamik vergleichen. Gibt es kulturell bedingte Unterschiede?
Oder wir können Nord-Deutschland mit Süd-Deutschland vergleichen.
Ab 2010 werden wir sogar die französisch-sprechenden Schweizer oder Frankreich in die Messungen einbeziehen können.
Wenn noch andere Gruppen-Modelle mitmachen, wären sogar Vergleiche unterschiedlicher 12-Schritte-Systeme oder anderer Ansätze in Zukunft möglich.
Das Forschungsergebnis bringen vermutlich die folgende Aussage:
• Wir bekommen differenzierte Ergebnisse darüber, wieviel Prozent an Teilnehmenden von Endlich-Leben-Gruppen wie stark profitieren:
- im Blick auf ihre psychische Gesundheit
- im Blick auf einzelne Symptome (körperlich, psychisch)
- im Blick auf ihre geistliche Entwicklung
- im Blick auf wesentliche Paradigma wie Bindung oder Kontrolle
Unser Ziel: Wir wollen die Endlich-Leben-Gruppenarbeit fortlaufend verbessern, so dass wir differenziert reagieren können auf Trends oder besondere Bedürfnisse.
Damit können wir unsere Schulungsangebote verbessern. Und am Ende wird die Qualität durch laufende Messungen als Thema ständig im Bewußtsein gehalten und hoffentlich auch verbessert.

Wem könnten diese Forschung nützen?
Sicher haben die Gruppenteilnehmenden den persönlich höchsten Nutzen, aber auch einzelne Gruppenleiter, bzw. die organisierende Gemeinde haben ein Interesse an einer qualitativ hochwertigen Gruppen-Arbeit.
Zwei weitere Institutionen werden starkes Interesse an unseren Ergebnissen zeigen:
• Die Krankenkassen
• Die NAKOS (Nationale Koordinierungsstelle für Selbsthilfegruppen in Berlin)
• auch die empirische Forschung im praktisch-theologischen Bereich würde von diesem einmaligen Forschungssetting profitieren und Folgeforschungsaufträge möglich machen (z.B. mit anderen Gruppenprogrammen).
Durch die Forschungsergebnisse könnte finanzielle und ideele Förderung durch diese Institutionen für die weitere Verbesserung der Endlich-Leben-Gruppen-Arbeit hervorgerufen werden. Wir sind gespannt.
Natürlich hat die religions-psychologische Forschung allgemein einen großen Nutzen von dieser Ergebung. Die Endlich-Leben-Gruppen würden damit einen Beitrag zur Verbesserung fundierter Zusammenarbeit von Gesundheitssystem und christlicher Gemeinde leisten.
Anregungen und Entwicklung der Fragebögen entstanden durch die oben genannten Personen und Institutionen.
Wollen Sie die Fragebögen selbst ausprobieren? Ab 1. September 2009 werden die neuen Arbeitsbücher Endlich Leben (8. Auflage) mit den integrierten Fragebögen auf dem Markt sein.
Die Vorstudie zur empirischen Erforschung der Wirksamkeit von Endlich-Leben-Gruppen ist mit dem Jahr 2009 verheißungsvoll abgeschlossen worden. Ergebnisse werden nach der Auswertung auf diesen Seiten veröffentlicht.





